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Zum Kap Hoorn und den Gletschern Feuerlands - 14 Tage Segeltörn

Erleben Sie eines der ganz großen Segelabenteuer: Die Umrundung des legendären Kap Hoorn.
Am Südende des Archipels der Insel Wollaston, 55° 56´ S und 67°19´ W, streckt sich das majestätische Kap mit seinen 406 m Höhe aus dem Wasser und weist den Weg in die kalte und wilde Drake Passage Richtung Antarktis.
 
Die Mystik des sagenumworbenen Kap Hoorn am Südzipfel Südamerikas, die Faszination des weißen Kontinents sowie die unberührte Natur und die Kultur der verschiedenen Indianerstämme in diesem kaum besiedelten Teil der Welt machen einen Segeltörn in diesen Breitengraden zu einem außergewöhnlichen Abenteuer.  Seit seiner Entdeckung am 26. Januar 1616 ist das Kap Hoorn sagenumwoben, gefürchtet und berüchtigt. Als Teil eines der wichtigsten Handelswege war es für Jahrhunderte Ort des Schreckens, an dem viele Seeleute ihr Leben verloren. Nicht zu Unrecht galt die Umrundung des Kap Hoorn als lebensgefährlich; diese überlebt zu haben, machte aus jedem Matrosen einen echten Seemann. Nach wie vor gibt es den Mythos um das Kap Hoorn. Doch heute finden Kap-Hoorn-Umrundungen freiwillig statt und dort, wo Pazifik und Atlantik aufeinander treffen, ist inzwischen das Traumziel aller Segler/innen: Kap Hoorn.
 
Wir verbinden die Segelreise rund um Kap Hoorn mit einer Reise in die Wunderwelt der Gletscher der Darwin-Kordillere. An der Südküste von Feuerland formen Fjorde, Kanäle und Berge eine Gletscherlandschaft, die an Schönheit ihresgleichen sucht.

Info

Dauer:                      14 Tage
Saison:                    Oktober – Mai    
Beginn/Ende:          ab/an Puerto Williams
Teilnehmerzahl:     min. 2 - max. 6 Personen
Törnplan:                 auf Anfrage

Optionale Verlängerung

Fitz Roy & Cerro Torre Trek im argentinischen Patagonien

Törnbeschreibung

Starthafen Puerto Williams – Yachtclub Micalvi

Am ersten Törntag heißt der Skipper die Mitsegler/innen auf der SY Polarwind willkommen und weist sie ausführlich in die Handhabung der Yacht ein. Es gibt genügend Zeit, in Ruhe die Kojen zu beziehen und sich einzurichten. Anschließend erfolgt die Sicherheitseinweisung, die für dieses Revier ganz besonders wichtig ist. Gemeinsam wird später die Seekarte studiert. Der Skipper erklärt die Route. Die erste Nacht an Bord verbringt die Crew im Yachtclub Micalvi, der Treffpunkt aller Kap-Hoorn-Segler ist und in dessen kleiner Bar sich gut der erste Abend verbringen lässt.

Auch ein Besuch des Ortes ist möglich. Puerto Williams hat knapp 3000 Einwohner, die meisten von ihnen Marinesoldaten mit ihren Familien. In der kleinen Siedlung Ukika wohnen die Nachfahren der Yamana-Indianer, der ursprünglichen Bewohner Feuerlands, über die man sich im Martin-Guisinde-Museum ausführlich informieren kann. In Puerto Williams ist die letzte Einkaufsmöglichkeit vor dem Kap Hoorn. Außerdem muss der Skipper hier bei der chilenischen Marine die Genehmigung für den Törn einholen. Ohne diese Genehmigung, die v.a. der Sicherheit dient, darf sich keine Yacht dem Kap Hoorn nähern. Crew und Skipper werfen einen genauen Blick auf den Wetterbericht, denn ab jetzt hängt alles vom Wetter ab.

Beagle-Kanal – Archipel Holger – Puerto Toro

Der erste Schlag geht dann ostwärts durch den Beagle-Kanal und durch das Archipel Holger. Die Fahrt durch die engen Kanäle gibt einen Blick auf die sagenhafte Flora und Fauna Feuerlands frei. Allerdings sind gute Ortskenntnisse unbedingt notwendig, um sich einen sicheren Weg durch das Archipel zu suchen. So trifft man in dem Archipel v.a. lokale Fischer, aber kaum Segelyachten. Für die Nacht wird die SY Polarwind in Puerto Toro festgemacht. Dieser abgelegene, kleine Fischerort auf der Insel Navarino ist nur über den Seeweg zu erreichen. Mit ein bisschen Glück gibt es hier Gelegenheit, die Königskrabbe - auf Spanisch `centolla` genannt, eine Delikatesse der Region - zu probieren. In der örtlichen Station der chilenischen Marine kann der lokale Wetterbericht eingeholt werden. 

Bahia Nasau – Kap-Hoorn-Umrundung

Am nächsten Tag geht es weiter, Kurs Süd über die Bahia Nassau. Wenn es das Wetter zulässt, ist der nächste Ankerplatz die knapp 50 sm entfernte kleine Bucht Caleta Maxwell. Wenn nicht, gibt es die Möglichkeit vor der Insel Lennox zu ankern.  Dann heißt es, ein Wetterfenster abzuwarten, um das legendäre Kap Hoorn zu umrunden. Mit ganz viel Glück, gleich am nächsten Tag. Bei Schlechtwetter wird hier ausgeharrt, bis eine Umrundung möglich ist.  „Kurs Kap Hoorn!“ -  Die Umrundung des berüchtigten Kaps ist einer der Höhepunkte dieses Törns. Normalerweise wird das Kap Hoorn von West nach Ost umrundet. Wenn das Wetter mitspielt, besucht die Crew die Station Kap Hoorn. Neben dem Leuchtturm gibt es dort die kleine Kapelle `Stella Maris` sowie das berühmte Kap-Horn-Denkmal. Die chilenische Marine betreibt eine Station auf dem Kap und die dort diensthabende Familie freut sich über einen Besuch. Skipper Osvaldo hat hier selbst als Leuchtturmwärter gearbeitet und kann spannende Anekdoten aus seiner Zeit auf dem Kap berichten.  Nur  gut zehn Seemeilen weiter nördlich ist die Bucht Caleta Martial, die Schutz für die Nacht bietet. Bei einem guten Abendessen wird dort die gelungene Kap-Hoorn-Umrundung gefeiert.

Bahia Nasau – Puerto Williams – Murray-Kanal

Dann segelt die SY Polarwind wieder nordwärts, zurück über die Bahia Nassau. Die folgende Nacht wird entweder wieder in Puerto Toro festgemacht oder vor der Insel Picton geankert.  Der nächste Schlag führt zurück nach Puerto Williams. Im Club Micalvi werden die neuen Kap-Horniers so richtig gefeiert. Wiederum muss hier eine Genehmigung bei der chilenischen Marine eingeholt werden, um dann weiter zu den Gletschern der Darwin-Kordillere zu segeln.  Von Puerto Williams geht es weiter westwärts. Die SY Polarwind segelt am Nordende des Murray-Kanals entlang, der als Wasserstraße der Yamana-Indianer eine große Bedeutung hatte. Verschiedene kleine Ankerbuchten liegen auf dem Weg. Je nach Wind- und Wetterverhältnissen wird die geeignetste für die Nacht angesteuert.  Eine Möglichkeit ist die kleine Bucht Campamento auf der Insel Hoste, die so geschützt liegt, dass die Yacht lediglich mit zwei Leinen festgemacht werden muss.

Beagle Kanal – Gletscher Feuerlands in der Darwin-Kordillere

Der Beagle-Kanal wird schmaler, hohe Berge mit zum Teil schneebedeckten Gipfeln tauchen auf beiden Seiten des Kanals auf. Knapp 20 sm den Beagle-Kanal ostwärts entlang ist die größere Bucht Caleta Olla. Auch diese kommt als Ankerplatz in Frage. Von dort aus kann man eine kleine Wanderung mit einem sagenhaften Blick auf den Gletscher Holanda machen. Auf dem Weg zur Bucht segelt die SY Polarwind an  der chilenischen Marine-Station Yamana vorbei.  Dann geht es weiter zu den Gletschern Feuerlands. Einige münden direkt in den Beagle-Kanal. Andere sind in den Fjorden zu finden. Soweit es geht, nähert sich die SY Polarwind den Gletschern. Per Dinghi und zu Fuß können enge Fjorde und umliegende Berge erkundet werden. Kalbende Gletscher und die einsame Bergwelt üben eine besondere Faszination aus und sind ein weiterer Höhepunkt dieses Törns.  

Estancia Kanasaka – Puerto Williams

Auf dem Weg zurück durch den Beagle-Kanal wartet ein weiteres besonderes Erlebnis: Der Besuch der Estancia Kanasaka, eines einsam gelegenen kleinen Hofes auf der Insel Hoste - wenn die Familie nicht gerade in Punta Arenas ist. Hier kann man einen Einblick in das Leben der heutigen Bewohner dieses einsamen Landstriches bekommen, denn außer dieser Familie lebt niemand auf der großen Insel – nicht nur deshalb heißt die Familie Besucher herzlich willkommen. Abgerundet wird der Besuch durch ein typisches Essen auf dem Hof.  Letzte Station nach zwei Wochen Abenteuer ist wieder Puerto Williams, wo der Törn endet und der letzte Abend gefeiert wird.

Leistungen

Leistungen ab/an Puerto Williams
  • Unterkunft auf der Segelyacht: in Kojen 
  • Seetransport
  • alle Mahlzeiten
  • Skipper: Örtlicher deutsch-/englischsprachiger Skipper 
Nicht enthaltene Leistungen
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung, Reisegepäck- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Trinkgelder 
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs
  • Überland- und Inlandflüge sowie Flughafengebühren 
  • Übergepäckgebühren

Anmerkungen

Die hier vorliegende Törnroute ist nicht verbindlich. Abweichungen von der geplanten Route aufgrund von Flaute, Sturm oder aus anderen Gründen sind möglich. Start- und Zielhafen für diesen ungewöhnlichen Segeltörn ist Puerto Williams, der südlichste Ort Chiles auf der Insel Navarino.
 
Die Sicherheit an Bord wird durch modernste Sicherheitsinstrumente, die hervorragende Ausstattung der Yachten für extremste Bedingungen und nicht zuletzt durch die jahrelange Revierkenntnisse und Erfahrung unserer Skipper gewährleistet.
 
Es ist übrigens nicht notwendig, selbst Segelerfahrung zu haben. Begeisterung für die Natur, Lust auf Abenteuer, Bereitschaft, selbst mit Hand anzulegen und sich in eine Gruppe einzufinden sind die Basis für eine unvergessliche Segelreise.